Profil

Kropff-Federath´sche Stiftung

Der Aufsichtsrat der Kropff-Federath´schen Stiftung

Ludger Imöhl
Pfarrer Richard Steilmann
Peter Loesmann

Informationen zur Stiftung

Ida Kropff-Federath
Ida Kropff-Federath geb. Brüning erblickte am 10.06. 1839 als jüngstes Kind der Eheleute Justizrat Karl Josef Brüning und Maria - Gertraudis geb. Luduvici in Brakel Kreis Höxter das Licht der Welt.Sie hatte noch fünf Geschwister - Wilhelm, Erwin, Marie (verh. Everken), Joseph und Antonia (verheiratete Unkraut). In erster Ehe war sie mit dem Olsberger Hüttenbesitzer und Gewerken Caspar Kropff verheiratet.Ihre Eheschließung war am 22.09.1863 in Brakel, ihrem Heimatort.

Ihr Ehemann Caspar, ist in Olsberg am 16.12.1835 geboren und starb plötzlich am 14.02.1888 in Berlin im Alter von 52 Jahren. Seine Todesursache ist im Sterberegister mit Herzlähmung angegeben. Ehefrau Ida war 49 Jahre alt.

In zweiter Ehe heiratete sie drei Jahre später, (52jährig) am 03.06.1891 den Landrat des Kreises Brilon Dr. Hans Carl Federath aus Culm. Die Hochzeit geschah kurzentschlossen bei einer Berlinreise in der St. Hedwigs-Kathedrale. Dies belegen die Trauzeugen die spontan ausgewählt wurden.

Dr. Hans Carl Federath ist am 27.10.1848 geboren und starb mit fast 66 Jahren am 11.04.1914 bei einem Kuraufenthalt in Prien am Chiemsee. Ehefrau Ida war zu diesem Zeitpunkt 75 Jahre alt. (Dr. Federath soll illegitimer Sohn Bismarcks sein).

Dr. Federath wollte mit den Hüttengeschäften seiner Ida nichts zu tun haben. So führte sie allein die Werke Olsberger Hütte und Altenbekener Eisenhütte, mit ihren Angestellten, zum Wohle ihrer Arbeiter und deren Familien.

Große Hilfe bekam sie auch immer von ihrem Neffen, dem Sohn ihrer Schwester Marie, Hermann Everken, der damals bei Krupp in Essen sechs Gießereien leitete. Die Umsiedlung nach Olsberg erfolgte am 29.06.1921 wegen Übernahme der Olsberger Hütte.

In Olsberg lebte das Gewerkenehepaar auf dem Besitz Caspars Vorfahren, genannt: „Der obere Hof“, erbaut 1701, in einer prunkvoll ausgestatteten Villa. Ursprünglich befand sich auf dem Grundstück der Villa ein Schafstall. Hier betrieben zwei Kropff-Brüder eine Schäferei. In ihrem Gästehaus, auch „das bessere Jenseits“ genannt, gingen viele prominente Gäste ein und aus.

Streng katholisch wuchs Sie mit ihren Geschwistern im Elternhaus in Brakel auf. Auch hier in Olsberg war ihr die Nähe zur Kirche und den Geistlichen sehr wichtig. Schon in der alten Kapelle, die zu ihrer Zeit 1879 durch einen Oktogon-Anbau erweitert wurde, hatte die Gewerkenfamilie ihre eigene Kirchenbank, die auch nach dem Kirch-Neubau 1901 übernommen wurde und auch heute noch als erste Bank an der Frauenseite steht. An dieser Bank befinden sich noch eingeschnitzt ihre Initialen und das Bergbauemblem „Schlegel und Eisen“.

Die für sie wohl wichtigste Wohltat war die Schenkung ihrer Brilliantenkette, die sie für die wertvolle Monstranz opferte. Insgesamt 10 Brillianten und eine weiße Perle wurden vom Paderborner Künstler Cassau in die Lunula eingearbeitet. Diese Lunula (Halbmond) ist die Halterung für das Allerheiligste, die Hostie. Die Monstranz war ein Geschenk der Gemeinde zum 25jährigen Priesterjubiläum von Pfarrer Peter Quinke im Jahr 1919.

Am 20.11.1903 ertönt zum ersten Mal das Geläut der neuen Glocken der St. Nikolaus Pfarrkirche, die bei der Firma Humpert in Brilon gegossen wurden. Für diesen Guss wurden auf Veranlassung des Kriegsministers zwei französische Kanonenrohre aus dem Depot in Spandau verwandt.

Die Glocke mit dem E-Ton trug die Inschrift:  „Kommet ihr Gläubigen, fröhlich triumphieret ...“. Sie wurde dem heiligen Johannes dem Täufer und der hl. Ida geweiht. (Namenspatrone der Stifter Geheimrat Dr. Federath und Frau Ida). 14 Jahre später, 1917 ertönte ihr Geläut zum letzten Mal. Auch sie mussten für Kriegszwecke abgegeben werden. Nur die kleine Petrusglocke, überlebte beide Weltkriege im Turm.

Die Abpfarrung von der Mutterkirche in Bigge:
Am 09.02.1911 nimmt der Kapellenvorstand eine Schenkung von Frau Geheimrat Dr. Federath auf 600 Mark jährlich mit einem Garantiekapital von 17 500 Mark an. Die bischöfliche Behörde erklärt ihr Einverständnis und die Genehmigung erfolgt am 24.11.1913. Am 03.03. 1915 wird die Urkunde Nr. 2896 ausgestellt. Olsberg ist zur Pfarrgemeinde erhoben. 25.03.1915 bestätigt der Staat die Pfarreierrichtung.

Gegen Ende ihres Lebens brachte sie ihr gesamtes Vermögen in eine Stiftung ein. In einem, von ihr handgeschriebenem zwölfseitigen Testament sah sie vier Stiftungszwecke vor:

 

  1. die Errichtung eines katholischen Waisenhauses in Olsberg auf ihrer dortigen Besitzung.
  2. Errichtung eines interkonfessionellen Krankenhauses in Altenbeken
  3. Alljährliche Aushändigung eines Betrages von 6000 Mark an den jeweiligen Bischof von Paderborn zu Unterstützung hilfsbedürftiger Geistlicher oder Theologiestudierender der Diözese Paderborn
  4. Anlage eines Kapitals von 100 000 Mark und Verwendung seiner Zinsen zur Unterstützung ihrer Arbeiter
  5. Dem St. Josefshospital Olsberg ein Kapital von 16000 Mark zur Stiftung von zwei Freibetten

Durch die drastische Wertminderung, entstanden durch die Inflation,  konnte nur ihr wohl wichtigstes Vorhaben, die Errichtung eines Waisenhauses in Olsberg verwirklicht werden.

„Am 01.08.1918 um 5 ¼ Uhr morgens verstarb Ida Kropff-Federath an einem Herzschlag und Gallensteinen.“ So steht es im Olsberger Sterberegister. Am 05.08.1918 wurde sie unter großer Anteilnahme vieler prominenter Gäste und der hiesigen Bevölkerung auf dem Bigger Friedhof zu Grabe getragen. Sie fand ihre letzte Ruhe in dem Mausoleum der Familie Kropff.

Olsberg im Juli 2018
Hans Martin Köster

Kurzbeschreibung der Einrichtung

Die Jugendhilfe Olsberg der Kropff-Federath´schen Stiftung ist eine Einrichtung, in der nach dem Willen der Stifterin junge Menschen auf das zukünftige Leben vorbereitet werden. Als freier Träger der Hilfen zur Erziehung nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz bieten wir ein differenziertes Leistungsangebot für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Familien.

Unsere sozial-, erlebnis- und heilpädagogische Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen zielt auf eine ressourcenorientierte Entwicklung der jungen Menschen und ihrer Familien ab, dies wird zusätzlich unterstützt durch verschiedene therapeutische Angebote.

Die Jugendhilfe Olsberg betreut ca.104 Kinder und Jugendliche im Rahmen des SGB VIII, die in verschiedenen stationären Gruppenformen gefördert werden:

  • Wohngruppen
  • Wohngruppen mit höherem Betreuungsbedarf
  • Jugendwohngemeinschaft
  • Hausgemeinschaft
  • Sozialpädagogisch betreutes Wohnen
  • Klärungsgruppe
  • Inobhutnahmen

Weiterhin werden durch unsere Einrichtung verschiedene Formen ambulanter Hilfen angeboten und wir sind Träger einer offenen Ganztagsschule.

Entstehung
Bereits 1914 wurden Kinder in das Waisenhaus in Olsberg aufgenommen. In den Kriegsjahren diente das Haus als Lazarett. Nach dem 2. Weltkrieg wurde aus dem Waisenhaus ein Kinderheim, welches sich dann zu einer modernen Jugendhilfeeinrichtung entwickelt hat.
Die Jugendhilfe Olsberg befindet sich in Trägerschaft der Kropff-Federath´schen Stiftung und unterliegt dem Caritasverband Paderborn als Dachverband.

Lage
Olsberg ist eine Kleinstadt im Hochsauerlandkreis nur wenige Kilometer von den beliebten Urlaubsorten Willingen und Winterberg entfernt. 2 unserer Wohngruppen befinden sich in Erwitte im Kreis Soest. Aufgrund der sehr guten Verkehrsanbindung ist Olsberg sowohl mit dem PKW als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

Freunde und Förderer

Nachfolgende Unternehmen haben uns in den letzten Jahren durch Sach- und Geldspenden unterstützt. Mit ihrer Zuwendung konnten wir einzelne Projekte und Aktionen erst verwirklichen. Allen Spendern unseren herzlichen Dank!

Meisterwerke, Rüthen


Sport Schettel, Olsberg


Stadt Olsberg


Sport Compact, Olsberg


Kombiplan, Eversberg


Sparkasse Hochsauerland, Brilon

Spenden

Spenden und soziales Engagement

Wenn wir Sie an dieser Stelle um Ihre Unterstützung bitten, geht es um mehr als nur ums Geld, denn hinter Ihrem und unserem Engagement verbirgt sich eine gesellschaftlich verantwortliche Grundhaltung. So hilft Ihre Spende uns bei der täglichen Arbeit mit hilfsbedürftigen Kindern und Jugendlichen, und bindet Sie in unsere verantwortungsvolle Tätigkeit unmittelbar mit ein.

• Mit nur 20 Euro zum Beispiel können wir Kletterseile für unsere Waldexpeditionen kaufen,
• 50 Euro kostet zum Beispiel ein neuer Basketball,
• für 100 Euro können wir den Kindern unvergessliche Eindrücke an einen gemeinschaftlichen Ausflug bieten und
• mit 150 Euro erhalten Sie unsere Erlebnisarbeit mit Kind und Tier

Sie sehen, es gibt viele Chancen, ein Kind glücklich zu machen.

Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie sichere Orte und neue Perspektiven für junge Menschen. Junge Menschen, die es verdient haben, dass sie eigenverantwortlich ihr Leben gestalten dürfen und von uns den notwendigen Raum dafür erhalten. Jeder gespendete Euro hilft sofort und kommt ausschließlich den Kindern und Jugendlichen zugute.

Unser Spendenkonto
Bank für Kirche und Caritas
IBAN: DE15 4726 0307 0016 4013 00

Spendenbescheinigung
Die Jugendhilfe der Kropff-Federath‘schen Stiftung verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke. Spenden an gemeinnützige Organisationen sind in Deutschland steuerlich abzugsfähig. Privatpersonen können die Spende bei der Einkommensteuererklärung als Sonderausgabe innerhalb bestimmter Grenzen steuermindernd geltend machen. Unternehmen können die Spende bis zu einer festgesetzten Höchstgrenze pro Jahr vom Gewinn absetzen. Selbstverständlich erhalten Sie eine Spendenbescheinigung.