Erwitte (Kreis Soest)

Stationäre Heimerziehung in Kurzzeitunterbringung zur Krisenintervention, Inobhutnahme nach § 34 f. SGB VIII für Kinder und Jugendliche im Alter von 3 bis 18 Jahren.

Die Gruppe ist ausgerichtet auf 6 Plätze.

Die Aufenthaltszeit liegt zwischen einigen Tagen und drei Monaten (dieses ist ein Angebot für den Landkreis Soest).

Die Notwendigkeit einer Inobhutnahme ist ein Zeichen einer akuten Krise im Herkunftssystem der Kinder und Jugendlichen, bei der aktuell eine Klärung vor Ort ausgeschlossen scheint oder bei der eine Gefährdung für das Wohl der Kinder und Jugendlichen besteht.

Mit der Herausnahme aus dem bisherigen Umfeld wird dem Kind/Jugendlichen ein Schutz- und Schonraum geboten, in dem es/er zur Ruhe kommen und Abstand gewinnen kann.

Die Klärung der aktuellen Lebenssituation ist die erste Aufgabe der Gruppe; die Perspektivklärung schließt sich je nach Verweildauer des Kindes/Jugendlichen an.

Die MitarbeiterInnen der Kriseninterventionsgruppe sind telefonisch durchgehend erreichbar. Die Aufnahme kann bei freier Kapazität kurzfristig erfolgen. Die Zielvereinbarung, die im Aufnahmegespräch getroffen wird, ist im Verlauf der Unterbringung handlungsweisend und in gemeinsamer Absprache prozessual modifizierbar. Je nach individueller Bedarfslage und Notwendigkeit werden die Schwerpunkte für die inhaltliche Gestaltung der Inobhutnahme fokussiert.

Die systemische Transaktionsanalyse ist Grundlage der konzeptionellen Arbeit.

Während der Maßnahme ist eine enge Kooperation mit dem RSD, wenn möglich mit den Erziehungsberechtigten und der Jugendhilfe notwendig.

Im Bedarfsfall werden Ärzte, Psychologen oder die Kinder- und Jugendpsychiatrie hinzugezogen.